Warum alte Anlagen an ihre Grenzen kommen
Viele Häuser in Bonn, Beuel und im Rhein-Sieg-Kreis wurden in den 50er bis 70er Jahren gebaut. Die Elektrik war damals für eine Waschmaschine, einen Herd und ein paar Lampen pro Raum ausgelegt. Heute laufen in derselben Wohnung Induktionskochfeld, Geschirrspüler, Trockner, mehrere Computer und vielleicht schon eine Wärmepumpe.
Das Problem ist nicht nur die Leistung. Ältere Anlagen haben oft keinen Schutz gegen Fehlerströme. Wenn ein Gerät defekt ist oder eine Leitung beschädigt wird, schaltet im schlimmsten Fall nichts ab. Genau dafür gibt es den Fehlerstromschutzschalter, der seit 2009 für Steckdosenstromkreise in neuen Anlagen vorgeschrieben ist.
Woran Sie veraltete Elektrik erkennen
Ein erster Blick in den Sicherungskasten sagt schon viel. Stecken dort noch Schraubsicherungen aus Porzellan, ist die Anlage meist mehrere Jahrzehnte alt. Fehlt ein Fehlerstromschutzschalter, also der Schalter mit der Prüftaste und der Aufschrift 30 mA, sollten Sie das prüfen lassen.
In den Räumen helfen die Steckdosen weiter. Haben sie keine Schutzkontakte, also keine Metallbügel oben und unten, ist dort vermutlich keine Schutzleitung verlegt. In manchen Häusern liegen noch zweiadrige Leitungen, bei denen der Neutralleiter gleichzeitig als Schutzleiter dient. Diese sogenannte klassische Nullung ist bei Änderungen nicht mehr zulässig.
Auch Alltagsbeobachtungen sind Hinweise: Sicherungen, die beim gleichzeitigen Betrieb von Wasserkocher und Mikrowelle auslösen, warme Steckdosen oder Schalter, flackerndes Licht oder ein leichter Brandgeruch am Verteiler. Bei den beiden letzten Punkten sollten Sie nicht warten, sondern direkt einen Elektrofachbetrieb rufen.

Bestandsschutz gilt nur, solange nichts geändert wird
Eine alte Anlage muss nicht automatisch erneuert werden, solange sie bei ihrer Errichtung den Regeln entsprach und keine Gefahr von ihr ausgeht. Dieser Bestandsschutz endet aber, sobald Sie wesentlich umbauen. Wer die Küche neu plant, ein Bad saniert oder eine Wallbox nachrüstet, muss den geänderten Teil nach den heutigen Normen ausführen lassen.
In der Praxis ist das oft der Moment, an dem sich eine Gesamtsanierung lohnt. Wenn Wände ohnehin geöffnet werden, sind neue Leitungen deutlich günstiger, als wenn man später noch einmal stemmen muss.
So läuft eine Sanierung bei uns ab
Am Anfang steht ein Termin vor Ort. Wir sehen uns Verteiler, Leitungen und Steckdosen an, messen stichprobenartig und sprechen mit Ihnen darüber, wie Sie wohnen und was in den nächsten Jahren dazukommen soll. Daraus entsteht ein Angebot, in dem klar steht, was erneuert werden muss und was bleiben kann.
Saniert wird abschnittsweise, Raum für Raum oder Stockwerk für Stockwerk. So bleibt die Wohnung bewohnbar und Sie haben jeden Abend Strom. Den neuen Verteiler bauen wir mit Fehlerstromschutzschaltern, Überspannungsschutz und Reserveplätzen auf, damit spätere Erweiterungen kein Problem sind. Zum Schluss prüfen wir die Anlage nach DIN VDE 0100-600 und übergeben Ihnen das Prüfprotokoll.
Wie wir abrechnen und welche Faktoren den Preis bestimmen, erklären wir auf unserer Preisseite. Eine erste Einschätzung bekommen Sie auch im Auftragsplaner.




